Wie umweltfreundlich ist der Fernbus?

Bei der Beantwortung dieser Frage wird oft auf den Vergleich der Emissionen einzelner Verkehrsträger im Personenverkehr vom Bundesumweltamt verwiesen. In diesem Vergleich schneidet der Reisebus besser ab als der Eisenbahn Fernverkehr. Wie so oft in der Wissenschaft gibt es andere Rechnungen, die zu anderen Ergebnissen kommen. Kritiker bemängeln das hier Äpfeln mit Birnen verglichen werden. Für die Beurteilung der Umweltbelastungen eines Verkehrsträgers komme es nicht alleine auf den Ausstoß von Emissionen pro Personenkilometer sondern u.a. auch auf Platzverbrauch, Lärmbelastung, vor- und nachgelagerte Verkehre an. Bei der Vergleichsrechnung wird bei Reisebussen eine Auslastung von 60 % und bei der Bahn von 48 % unterstellt. Das sind nicht nur ungleiche Voraussetzungen, sondern was für Reisebusse gilt, gilt nicht unbedingt auch für Fernlinienbusse. Es ist fraglich, ob Fernbusse im Linienverkehr so hohe Auslastungsgrade erreichen werden.

Auch das Bundesumweltministerium schreibt auf seiner Internetseite, dass es Schwierigkeiten bei einer Generalisierung gibt. Vielmehr müsse man sich die Verkehrssituation für die einzelnen Strecken anschauen. Weiter wird bemerkt: „Dennoch liegt man in aller Regel mit folgenden Verallgemeinerungen richtig: Ökologisch verträglicher sind … Bahn und Reisebus weit vor Flugzeug und Pkw“.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wer statt Flugzeug oder Pkw den Bus oder die Bahn nimmt, fährt  ökologisch besser. Beim Wechsel zwischen Bahn und Bus ist der Einzelfall entscheidend.